Quallen in der Adria und wie man ihre Verbrennungen behandelt

Quallen sind Meereslebewesen mit symmetrischen, schirm- oder hutförmigen Körpern, die über Tentakeln mit Nesselzellen verfügen. Sie bewegen sich durch das Zusammenziehen ihrer glockenförmigen Körper sanft durch das Wasser.

Erste Hilfe bei Quallenstichen

In der Adria gibt es sechs Quallenarten, doch nur zwei davon sind für den Menschen gefährlich. Diese Arten halten sich selten in flachen Gewässern auf und greifen keine Menschen an – sie treiben einfach mit den Meeresströmungen, sodass Begegnungen mit ihnen rein zufällig sind.

Wenn du von einer Qualle gestochen wirst, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und folgende Schritte zu befolgen:

  1. Mit Meerwasser spülen: Verwende niemals Süßwasser oder reibe die betroffene Stelle.
  2. Backpulver-Mischung auftragen: Mische Meerwasser mit Backpulver im Verhältnis 1:1 und trage es zwei Minuten lang auf die Wunde auf, um die Toxine zu neutralisieren.
  3. Nesselzellen entfernen: Nutze eine Plastikkarte (z.B. Kreditkarte), um die verbleibenden Nesselzellen sanft abzuschaben.
  4. Kühlen: Lege einen Eisbeutel oder eine kalte Flasche Wasser auf die Wunde und lass es etwa 15 Minuten wirken. Sollte der Schmerz anhalten, wiederhole den Vorgang.
  5. Medizinische Hilfe aufsuchen: Wenn die Schmerzen nicht nachlassen, wende dich an einen Arzt oder Apotheker. Sie können Schmerzmittel oder entzündungshemmende Salben und Gele empfehlen (z.B. 3-4 % Lidocain + Hydrocortison).

Gängige Quallenarten in der Adria

Kompassqualle (Chrysaora hysoscella)

  • Aussehen: Eine gelb-braune Glocke mit einem Durchmesser von bis zu 30 cm, die an einen Kompass erinnert.
  • Tentakeln: Bis zu einem Meter lang, der Stich ist schmerzhaft.
  • Lebensraum: Im Frühsommer in Küstennähe, häufiger jedoch im offenen Meer.
  • Gefahr: Verursacht starke Schmerzen und Verbrennungen, in schweren Fällen Atemprobleme, Schwindel oder Übelkeit. Bei ernsten Symptomen sollte unbedingt medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Leuchtqualle (Pelagia noctiluca)

  • Aussehen: Kleine halbrunde Glocke mit einem Durchmesser von bis zu 6 cm, rosafarbene Tentakeln bis zu 20 cm lang.
  • Besonderheit: Biolumineszent – sie leuchtet im Dunkeln.
  • Lebensraum: Üblicherweise im offenen Meer, kann jedoch durch Strömungen an die Küste gelangen.
  • Gefahr: Verursacht intensive Schmerzen und Verbrennungen, die langsam heilen und Narben hinterlassen können.

Lungenqualle (Rhizostoma pulmo)

  • Aussehen: Weiß mit blauen Rändern, sie kann über 60 cm groß werden und bis zu 15 kg wiegen.
  • Lebensraum: Häufig in der Adria, besonders im Winter.
  • Gefahr: Nicht gefährlich für Menschen, kann jedoch bei empfindlichen Personen leichte Reizungen hervorrufen.

Ohrenqualle (Aurelia aurita)

  • Aussehen: Rosa Färbung, häufig in Küstennähe zu sehen, besonders im Frühjahr und Sommer.
  • Gefahr: Ungefährlich für Menschen.

Spiegeleiqualle (Cotylorhiza tuberculata)

  • Aussehen: Grün-braune Glocke, die einem Spiegelei ähnelt, bis zu 20 cm im Durchmesser.
  • Lebensraum: Meist im offenen Meer, aber im Sommer auch in Küstennähe anzutreffen.
  • Gefahr: Ungefährlich für Menschen

Meerwalnuss (Mnemiopsis leidyi)

  • Aussehen: Keine echte Qualle, sondern eine planktonische Art ohne Nesselzellen.
  • Gefahr: Ungefährlich für Menschen.

Quallen auf der Insel Brač

In den letzten Jahren haben steigende Meerestemperaturen dazu geführt, dass Quallen in der Adria häufiger vorkommen. Obwohl sie sich meist im offenen Meer aufhalten, kann es gelegentlich zu Begegnungen mit Schwimmern kommen.

Glücklicherweise werden gefährliche Quallenarten selten in den Küstengewässern und an den Stränden von Brač gesichtet.

Weitere gefährliche Meeresbewohner in der Adria

Seeanemonen: Kontakt mit Seeanemonen kann Schmerzen, Rötungen und Hautausschlag verursachen. Die häufigsten sind braune und rote Arten, während die hochgiftige grüne Anemone in der Adria selten vorkommt.

Feuerwurm (Hermodice carunculata): Dieser Meereswurm, oft in flachen Gewässern zu finden, ist durch seine braun-rote Farbe gut erkennbar und kann zwischen 15 und 30 cm lang werden, manchmal sogar bis zu 70 cm. Er ist nachts aktiv und versteckt sich tagsüber. Seine Borsten können Hautreizungen und ein schmerzhaftes Brennen verursachen, da sie ein Neurotoxin absondern.

Wenn du Brač und seine Küstengewässer erkunden möchtest, halte diese Tipps im Hinterkopf und genieße einen sicheren und entspannten Aufenthalt am Meer!

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